UNCLE - OSSY


Erkrankung & Genesung

Meine Erfahrungen

Mein Verständnis

Erkankung

  • Der Anfang

    Das Leben besteht aus sozialen Kontakten und wie wir miteinander leben.


    Das Erleben jeden Tag prägt uns. Es gibt viele Anforderungen in unsere Gesellschaft (für Jung und Alt gleichermaßen) die "Leicht" oder "Schwer" sein können. Dinge und Arbeit können "Schmutzig" oder "Sauber" sein. Arbeiten können "Einfach" oder "Kompliziert" sein.


    All das sind Erfahrungen aus unserem Leben. An das Vergangene kann sich ein gesunder Mensch lange erinnern. Kranke können das auch! Aber oft nur das "Schlechte" ("Negative"). Positive Erlebnisse werden kaum oder gar nicht mehr war genommen.


    Und da fängt es an. Man kreist um die Vergangenheit. Mobbing, Ausgrenzung durch die Familie, unterschiedliche religiöse und politische Ansichten.


    Mein Anfang war meine Familie, meine toxische erste Beziehung, die Grundschule, die Hauptschule und alle Entscheidungen, die ich getroffen habe, als ich ein "Ja-Sager" gewesen bin. Und ich habe viele Fehler in der Kommunikation und meinem Verhalten gemacht!

    Jeder konnte über meine Grenzen gehen ohne dass das Konsequenzen hatte.


    Außer für Mich!


  • Erste Akutphase

    Irgendwann kommt aber der Zeitpunkt an dem man nicht mehr "kann". Es folgt der erste Zusammenbruch und bei mir der erste Suizidversuch.



    Erst seit kurzem kann ich teilweise Erinnerungen (die durch eine Gedächtnislücke verdeckt war) Personen und Geschehnisse richtig zuordnen.



    Um den 23.September 1993 herum ist etwas passiert, das ich als "zu kämpfen aufgehört habe" bezeichnet habe. Es ist die erste Zuordnung, die ich machen konnte nach der "Gedächtnislücke".



    Ich wurde vom "Ja-Sager" wahrscheinlich zum "willenlosen Wesen". Das Datum kann ein Nervenzusammenbruch gewesen sein, der von Freunden und Verwandten nicht erkannt wurde.



    2001 war der erste Suizidversuch (den ich selber abgebrochen habe).



    2004 der dritte, mit dem ich das erste Mal in die "Klinik" gekommen bin.



  • Therapie & Medikamente

    Medikamente werden gegeben um eine Veränderung im Krankheitsverhalten zu bewirken.


    Es ist der erste Versuch eine grundlegende Stabilisierung zu erreichen. Mit Depressionen, Angst und Panik Störungen sind homöopathische Mittel oft nicht ausreichend, weswegen ich diese nicht hatte. "Psychopharmaka" zu nehmen war der etwas "schwierigere" und "längere" Weg aber der eindeutig Richtige. Es gab und es gibt nur selten den "kürzeren" oder "schnelleren" Weg. Wenn man Glück hat, passen die Medikamente beim ersten Versuch. Das ist aber nicht garantiert!


    Gleichzeit gibt es im Krankenhaus Therapieangebote mit Einzel- oder Gruppengesprächen, wo der erste Austausch stattfinden kann.


    Gruppenangebote können allgemein sein, wie Sport & Bewegung, Kunst- & Ergotherapie oder spezieller, für "Borderliner", "Drogen & Sucht", "Depressionen", "Angst & Panik Störung".


    Gespräche und Hilfen bekommt man von:


    • Sozialarbeitern
    • Psychologen
    • Ärzte (Psychiater, Neurologe)
    • Ergotherapeuten
    • Arbeitstherapeuten
    • Pädagogen

    Ich habe Erfahrungen mit Einrichtungen:


    • Psychiatrische Klinik
    • Psychiatrie Tagesklinik
    • Psychiatrische Ambulanz (Klinik)
    • Reha Klinik
    • Alltagsassistenz Einzelwohnen (betreutes Wohnen)
    • Alltagsassistenz Tagesstruktur (Tagesstätte)
    • Niedergelassene Psychotherapeuten
    • Beratungsstellen EUTB (Europäische Unabhängige Teilhabe Beratung)
    • Psychosoziale Gruppenangebote (Intern wie Öffentlich)
    • Öffentliche Info-Veranstaltungen
  • Stabilisierung

    Wenn die ersten Medikamente gegeben werden, kommt "Irgendwann" eine Veränderung. 



    Irgendwann heißt: Je nach Erkrankung und Medikamente, je nach Momentanem körperlichen und psychischen Zustand, entweder nach einigen Tagen oder bei Antidepressiva (Psychopharmaka gegen Depressionen) z.B. muss man sich 2-3 Wochen gedulden, bevor man erste Veränderungen bemerkt.



    Andere Medikamente gegen Angst & Panik wirken oft innerhalb weniger Minuten bis 1/2 Stunde.



    Bei leichten Verläufen und passender Medikamente könnte die Stabilität in 2-4 Woche erreicht werden und eine Ambulante Behandlung sichert den vorläufigen Therapieerfolg.



    Bei mittleren oder schweren Verläufen können mehrere Aufenthalte (mehrere Wochen bis 2-3 Monate) in einer Klinik, eine enge ambulante Versorgung und das Probieren verschiedener Medikamente notwendig sein.



    Übrigens

    Patienten sind keine Versuchskaninchen! Sie werden als solche auch nicht behandelt!



    Aber alleine der Unterschied zwischen Mann und Frau (Biologisch, Hormonspiegel z.B.) können unterschiedliche Medikamente begründen. Allein nur für Mann und Frau!



    Jeder Patient ist hochindividuell und Medikamente wirken bei jedem unterschiedlich! Auch bei derselben Erkrankung. Es gibt keine "Universalpille" gegen alles, das bei allen gleich wirkt!



    Man muss sich tatsächlich auf die Suche begeben (manchmal) um das "passende" zu finden.



    Wirkung und Nebenwirkungen sind individuell und auch unterschiedlich stark ausgeprägt. Das zu verallgemeinern mit den Worten:  "Versuchskaninchen" und "Laborratte" ist voller Vorurteile und Ablehnung. Einen Weg "Drumm herum" gibt es nur sehr selten.



    Das Probieren gehört tatsächlich "dazu".



  • Recovery (Besserung)

    Wenn eine Besserung eingetreten ist fängt man an sein Leben wieder zu gestalten. Mit der Zeit werden die Fortschritte in der Therapie immer mehr sichtbar und fühlbar.



    Wenn man immer mehr in eine etwas festere Tagesstruktur geht (Nein. Kein Diktat!) und regelmäßig einkaufen, spazieren gehen kann, wird man mehr machen können, als vorher.



    Doch: WARNUNG!



    Wenn man jetzt glaubt, die Medikamente weglassen zu können oder ohne ärztlichen Rat diese reduzieren will, wird



    Eine Rückfall



    hinnehmen müssen.



    Die Abwesenheit von Nebenwirkungen wird hin und wieder als "mir geht es mit weniger doch Besser" als "Heilung" empfunden.



    Es kommt darauf an: wenn der Arzt eine Reduzierung auf Wunsch des Patienten machen will, ist bekannt, das Medikamente reduziert worden sind und die Personen aus dem Kreis von Betreuung und ärztlicher Versorgung Bescheid wissen, können diese Veränderungen wahrgenommen werden und schwere Folgekrisen abgemildert oder sogar verhindert werden.



    Wer wieder auf Station landet muss nicht von ganz von vorne wieder anfangen, aber von "weit Hinten".



    Recovery (Erholung und Besserung) werden nur erhalten und weitergeführt, wenn man die Behandlung mit Medikamenten und anderer Therapien fortgeführt werden und eine "Achtsamkeit" über dem eigenen Befinden vorhanden ist.



    Psychische Erkrankungen sind wirklich nicht nur ein "Schnuppen". Diese Erkenntnis führt zum nächsten Schritt .....



  • "Normales" Leben führen

    Der Alltag bestimmt unser Leben. So hat diese Reihe hier angefangen. Der Alltag besteht jetzt aus vielen anderen Dingen als früher. 



    Die Achtsamkeit für sich selbst, der Umgebung und das beständige Training durch Alltagsstruktur und medizinische oder Psycho-soziale Begleitung lassen einen wieder am Leben "Teilhaben". Jetzt nur ein wenig anders.



    Kleine Mini-Jobs, wenn man EU-Rente (oder Altersrente) bezieht, die Arbeit in einer Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigungen, der geschützter und angepasster Arbeitsplatz in einer ganz normalen Firma oder die Teilhabe an der Gesellschaft durch ein Ehrenamt in der eigenen Umgebung sind 



    "Ein ganzes Leben".



Genesung

  • Der Anfang

    Man kommt das erste mal auf Station.


    Akutaufnahmestation ......


    Und Jetzt?

  • Erste Orientierung

    Die Akutaufnahmestation war nur für "Geschlossene Gesellschaft".



    Die Tür geht nur für "autorisierte Personen" auf. Na Und?



    Die meisten Patienten, die nach mir kamen oder die, die wieder schnell "Raus" wollten, hatten echt Probleme. Ja! Irgendwie "Eingesperrt"! Mir hat das nichts ausgemacht. Ganz im Gegenteil! Es konnte auch niemand zu mir ohne an der Schwester oder einem "Bruder" (Krankenpfleger) vorbei zu kommen.



    "Es Stinkt!" Nach Desinfektionsmittel und "Scheiße!" (Entschuldigung für dieses harte Wort). Es ist seltsam. Als ich vom Krankenhaus ins "Krankenhaus" transportiert worden bin und ich von der Liege einem Bett zugewiesen wurde (Überwachungsstation), haben mich zwei Personen in den Arm genommen.



    Die eine Person war männlich und 2m groß, die andere war weiblich und stammte eindeutig aus Afrika, mit etwa 1,70m Größe.



    Was soll das? Egal! Nur im Zimmer bleiben!!!



    Die Station war kompliziert aufgebaut und hatte drei Flügel. In den Flügel waren:



    • 1. Bad mit Badewanne, Patientenzimmer, Nichtraucherraum (mit Fernseher [Rote Rosen!!!Aaaaah!]] und die Überwachungsstation mit Schwesternstation
    • 2. Toiletten (No Gender), Patientenzimmer und die "heiß begehrte Einzelzimmer", das Raucherzimmer (Mit Fernseher [ohne Rote Rosen])
    • 3. Bad mit Badewanne, Toiletten (No Gender), der Speisesaal, Patientenzimmer und die "geheimen" Einzelzimmer (Pflegeleitung, Büro "Irgendwas").


    Die Zimmer die ich nicht aufgezählt habe waren irgendwelche Funktionszimmer für die Reinigungsleute, das Lager, die Wäschekammer (mit Waschmaschine, Trockner, Körperwaage und Asservatenkammer [Notbekleidung]).



    Und Jetzt?



    Der aufnehmende Arzt musste kommen um die erste Untersuchung zu machen. Für Fragen war ich noch nicht bereit.



    Die eine Krankenschwester hat mir gesagt, sie ist jetzt für mich "Zuständig". Ob ich was essen will? 



    Nein! Hab gerade keine Lust! Bin müde! "Kann ich wieder ins Bett?". Kann ich meine "Pistole" wiederhaben? die nächste Patrone ist bestimmt kein "Blindgänger!". Ich will "Heim"(?)!



    Der "Richter" kommt gleich. Richter? (§10)



    (Zur Information: Ich war Sportschütze und hatte die Erlaubnis für sportliche Zwecke Schusswaffen zu besitzen. Selbstverständlich haben die Polizei und die zuständigen Behörden alle Waffen und Munition eingezogen.) ;-) OK!



  • Medikamente und Gespräche

    Timonil® war das erste Medikament das ich bekommen habe. Sah damals aus wie ein vierblättriges Kleeblatt.


    Ich habe damals nicht viel gewusst. z.B. das hier eine Psychiatrie am Ort ist, obwohl Ich lange Zeit kaum 5 Kilometer entfernt gewohnt habe.


    Gespräche haben am Anfang nur um den "Heißen Brei" stattgefunden. Bereit war Ich erst als die erste Panik Attacke mich in der Tagesklinik erfasst hat.


    Und dann ging die Psychose voll durch!


    Und Ich habe geredet, geredet, geredet.


    Leider sind Psychosen (und was man da erlebt nicht echt. Es helfen nur Medikamente und begleitende, entlastende Gespräche).


    Gespräche sind dazu da, Informationen an den Therapeuten weiter zu geben. Bei allen landen der Inhalt in der Akte. Das sollte man wissen! Ärzte und Therapeuten unterliegen der „Schweigepflicht“. Diese dinge werden nicht im privaten Umfeld oder in der Öffentlichkeit diskutiert.


    Die Akte ist auch nicht für Polizei oder die „Sta.Si.“ oder weil man böses vorhat. Es dient der Dokumentation des Fortschritts. Ein Krankenhaus hat sehr viele Mitarbeiter. Die haben nicht alles im „Kopf“. Und bei jeder Übergabe (Schichtwechsel) wird der Momentan Zustand, die aktuelle Medikation und der Fortschritt (mit den weiteren Behandlungsabsichten) besprochen.


    Opipram® = Insidon = Opipramoldihydrochlorid

    Trizyklische Antidepressiva


    Saroten® = Amineurin® = Amitriptylin-neuraxpharm® = Amitriptylin

    Trizyklisches Antidepressivum


    Quilonum® = Lithium = Lithiumcarbonat

    Prophylaxe bipolarer affektiver Erkrank. Auch schizoaffektiver Psychosen u.a.


    Timonil® = Tegretal® = Carbamazepin-ratiopharm® = Carbamazepin

    Antiepileptikum


    RISPERDAL CONSTA® = Risperidon

    Hoch potentes Neuroleptikum


    Dominal® = Dominal® Forte = Prothipendyl

    Niederpotentes Neuroleptikum


    Neurocil® = Levomepromazin

    Niederpotentes Neuroleptikum


    Truxal® = Chlorprothixen-neuraxpharm ® = Chlorprothixen

    Niederpotentes Neuroleptikum


    Taxilan® = Perazin-neuraxpharm® = Perazin

    Niederpotentes Neuroleptikum


    Insidon® = Opipramol-neuraxpharm® = Opipramol

    Trizyklisches Antidepressivum


    Tavor® = Lorazepam-neuraxpharm® = Lorazepam

    Tranquilizer (Benzodiazepin)


    © Die Hier angegebenen Handelsnamen, Warenzeichen sind Eigentum ihrer jeweiligen Besitzer. Sie sind als solche zu beachten. Es gibt keine Gewähr / Versicherung / Zusage für die freie Verwendung. Die Liste und Aufzählung sind nicht vollständig. Alle Angaben Ohne Gewähr.


    Fällt euch was auf? An die meiste Anti-Depressiva kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber Sedierend wirkende Niederpotente Neuroleptika!


    Ja! Man musste mich beruhigen! Und das war auch gut so. Warum? Weil Suizidversuche damit weniger häufig auftreten!

  • Struktur im Alltag

    Das Regelmäßige ist das Geheimnis. Jeden Tag um dieselbe Uhrzeit Aufstehen. In ein Psychosoziales Zentrum (Tageseinrichtung) gehen. Ein Grund „Aufzustehen“.

    Struktur und Alltagsstruktur bedeuten nicht, dass man sich einem Diktat eines anderen unterwirft, sondern ein üben von „Gleichförmigkeit“ („Alltagstrott“) stattfindet. Alle Erkrankungen, auch Menschen mit einem gebrochenen Bein, müssen ihren Tagesablauf anders gestalten als vorher. Das liegt an den „zusätzlichen“ Einschränkungen“.


    Meine Alltagsstruktur Sieht so aus:



    Ansehen!
  • Üben und Ausprobieren

    Das Regelmäßige ist das Geheimnis.


    Jeden Tag um dieselbe Uhrzeit Aufstehen. In ein Psychosoziales Zentrum (Tageseinrichtung) gehen. Ein Grund haben um „Aufzustehen“. Jeden Tag fast zu selben Zeit Schlafen gehen. Spät zu Bett, heißt, spät aufstehen!


    Struktur und Alltagsstruktur bedeuten nicht, dass man sich einem Diktat eines anderen unterwirft, sondern ein üben von „Gleichförmigkeit“ („Alltagstrott“) stattfindet. Alle Erkrankungen, auch Menschen mit einem gebrochenen Bein, müssen ihren Tagesablauf anders gestalten als vorher. Das liegt an den „zusätzlichen“ Einschränkungen“.


    Meine Alltagsstruktur Sieht so aus:


    Das Beste ist, wenn man sich seine Eigene Alltagsstruktur „erfindet“, da jeder andere Hobbys und eine andere Tagesgestaltung hat. 


    Wichtig ist:


    1. Regelmäßigkeit
    2. Und Termine
    3. Woche und nächsten Tag Planen.

    Ein Kalender auf Papier (oder auf dem Handy, wie bei mir) wirkt Ware Wunder. Leider muss man ziemlich viel Disziplin aufbringen, um sich überhaupt einen Plan, der gefasst worden ist, durchzuführen.

    Was kann denn alles Schiefgehen?


    • Der Wecker klingelt nicht
    • Heute Morgen erst um 2:00h ins Bett gegangen
    • Schlaflose Nacht / Übermüdung
    • Bus verpasst
    • Streikende Gewerkschaft.
    • Unfall
    • Erkältung
    • usw.

    Die Liste ist lang! Und der innere „Schweinehund“ ein beachtlicher Gegner!


    Und jetzt?


    Üben! Jeder Tag fängt mit dem Morgen an. Man kann jeden Tag eine Diät (wenn einem das Mittagessen in die Quere kommt) neu beginnen. Jeder Tag ist anders. Aber jeder Tag kann mit der gleichen „Struktur“ begonnen werden.


    Meine besten Tage waren die, die mit Improvisation angefangen haben und auch mit Improvisation zu ende gegangen sind. Warum?


    Weil Ich am Abend schlafen gegangen bin! Der Tag ist gut zu ende gegangen. Ich hatte keine „Schlaflosen Nächte“.



  • Selbst- und Eigenverantwortung

    Eigen- und Selbstverantwortung bedeutet:


    • Das man Bedürfnisse rechtzeitig ausspricht
    • Wenn etwas Störend ist
    • Ein Problem anspricht
    • Selber Entscheidungen trifft
    • Pünktlich kommt und geht (Tageseinrichtung, Termine usw.)
    • Sich um seine Tagesaufgaben kümmert
    • Den Haushalt selbst führt
    • Rechtzeitig zum Arzt geht
    • Informationen sammelt (Fahrplan, Öffnungszeiten usw.)
    • Termine ausmacht und wahrnimmt
    • Medikamente richten und pünktlich nehmen
    • Nicht wartet „Bis der Moment vorbei“ ist
    • Unterstützung holt, wenn Aufgaben oder Bürokratie nicht alleine bewältigt werden können
    • Und so vieles mehr!

    Es geht also Kurz gesagt darum, dass man seinen „Inneren Schweinehund“ überwindet und von Selbst in „die Gänge kommt“. Es muss selbst entschieden, besprochen und ausgeführt werden. Wer wartet, kann nicht gesehen oder beachtet werden. Es könnte Ja sein, dass es einem gut geht und gerade nichts vorliegt.


    Ohne Worte zu sprechen kann keine Kommunikation stattfinden! Ohne Kommunikation also auch keine Aufmerksamkeit! Also auch keine Unterstützung oder Hilfen. Gedankenlese ist unmöglich!


    „Wir sind darauf angewiesen, was uns die Klienten sagen. Sonst wissen wir nichts und können auch nichts machen. Wir haben hier  20 Klienten!“



  • Leben mit der Krankheit

    Das Leben mit einer Erkrankung bedeutet immer Einschränkungen hinnehmen zu müssen. Ärzte und Mitarbeiter müssen aufgesucht, Termine verabredet werden um „Gesund“ zu bleiben. 


    Anträge müssen (oft mit Hilfe von Sozialarbeitern oder einer Betreuung) ausgefüllt werden. Der Behandlungs- und Therapiefortschritt muss beobachtet werden.


    Und jeden Tag müssen Entscheidungen getroffen werden. Z.B wie:


    • Hole ich meine Medikamente vor dem Wochenende?
    • Kann ich heute Abend noch einen Kaffee trinken?
    • Der Krimi kommt erste um 21:00h. Soll ich mal wach bleiben?
    • Es regnet. Soll ich mal durch den Regen spazieren gehen?
    • Schnitzel oder Chef-Salat?

        ***


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